NEWS "Die lustige Witwe"

Extra Blick Nummer 7, 27. Mai 2022


ERFOLGSSTORY „LUSTIGE WITWE – Operettenfestspiele von Bad Hall 2022“

 

Mit einer internationalen Jury besetzt, fand am Sonntag 22.Mai im ausverkauften großen Saal der Anton Bruckner Privatuniversität das Finale des traditionellen Operettenwettbewerbes statt.

In sämtlichen Preiskategorien konnten sich die Solistinnen  der Operettenfestspiele von Bad Hall mit hohen Gesangskünsten und überzeugenden Darstellungen durchsetzen und haben sämtliche Preise eingefahren.

Die Hauptdarstellerinnen der beliebten Operette von Franz Lehar, in der Rolle der Hanna ab 2.Juli bis 06.August zu erleben – Nicole Lubinger und Victoria Leshkewich bilanzierten mit Platz 1 und 2 im finalen Ergebnis. Die Erstplatzierte Nicole Lubinger erhielt zusätzlich den Publikumspreis des Abends, gestiftet vom Stadttheater Bad Hall. Auf Platz 3 kam Tina Josephine Jäger, welche in Bad Hall die Rolle der so gar nicht treuen „Valencienne“ verkörpert. Zusätzlich im Finale waren noch der Danilo (Gregoire Delamare), Olga (Ksenia Skorokhodova), Navid Taheri  und Milena Pumberger (sie wurde vom Intendanten Langenlois – Christoph Wagner Trenkwitz für ein Soloengagement ausgezeichnet) vertreten.

Intendant Thomas Kerbl moderierte die Gala und begleitete sämtliche Finalist*innen am Klavier.

Mit großer Begeisterung war auch Vizebürgermeisterin und Kulturreferentin, Maria Riegl Gast an Der Bruckneruni.

Der Extrablick verlost für die Vorstellung am Samstag, 09.Juli 6x2 Freikarten für Franz Lehars Meisterwerk „Die Lustige Witwe“ im Stadttheater von Bad Hall

Die Finalist*innen des Operettenwettbewerbes (Foto : Andreas Wenter)


OÖ Nachrichten  Kultur

Operettenwettbewerb: Wenn sich Herzen und Grenzen öffnen

von Peter Grubmüller 24.Mai.2022

Nicole Lubinger holte den ersten Preis, außerdem die OÖN-Publikumswertung und zwei Stückverträge.

Vor vollem Haus gewann Nicole Lubinger den vierten Operettenwettbewerb der Linzer Bruckneruni vor Viktoria Liashkevich und Tina Josephine Jaeger.

 

Nicole Lubinger ist die große Siegerin des 4. Operettenwettbewerbs der Linzer Anton Bruckner Privatuniversität (ABPU). Die 31-jährige Sopranistin holte am Sonntagabend im beeindruckend gefüllten Großen Saal der Institution unter 13 Sängerinnen und Sängern nicht nur den Sieg der prominent besetzten Jury (3000 Euro der Oberösterreichischen Versicherung), sondern auch jenen der OÖN-Publikumswertung, darüber hinaus wurde sie von der Bühne weg für Produktionen in Baden und des Lehár-Festivals in Bad Ischl engagiert. Dass die Kärntnerin bereits heuer ab 2. Juli die Hanna in Lehárs "Die lustige Witwe" in Bad Hall (www.stadttheater-badhall.com) singen wird, war schon vor dem Finale festgestanden. Insgesamt sieben der 13 Finalisten werden dort in der Regie von Diethmar Straßer zu erleben sein.

 

Es war eine Leistungsschau von beeindruckender Qualität der Studierenden Robert Holzers (Institutsdirektor für Gesang und Musiktheater). Dass der Abend mit insgesamt knapp drei Stunden um keine Minute zu lang geriet, lag einerseits an den breit gefächerten Darbietungen der musikalischen Genres: von Johann Strauss bis Franz Lehár, vom Wienerlied über Franz Schubert und Leonhard Bernstein bis zu Jacques Offenbach und Ruperto Chapí y Lorentes Zarzuelas. Darüber hinaus führte Bruckneruni-Professor Thomas Kerbl derart vergnüglich und musikalisch sattelfest (er spielte sämtliche 26 Arien auf dem Klavier) durch den Abend, worauf die Veranstaltung mit großer Leichtigkeit einlöste, wofür Operette steht: höchste Musikalität, eingebettet in augenzwinkernde, freche, gesellschaftlich relevante wie bewegende Stoffe.

 

Die 13 Sängerinnen und Sänger im Finale des Operettenwettbewerbs (v.l.): Hanyi Jang, Tina Josephine Jaeger, Peter Fabig, Jana Markovic, Fiona Mantoyan, Milena Pumberger, Ksenia Skorokhodova, Nicole Lubinger, Gregoire Delamare, Ayse Yakut Somer, Navid Taheri, Lenka Jombikova, Viktoryia Liashkevich.

Wenn etwa Lubinger im Liegen Hans Bartls "Nur fest Dudln" jodelte oder der iranische Bariton Navid Taheri, in dessen Heimat Musiktheater verboten ist, Tassilos Arie "Komm Zigany, spiel mir was vor" aus Kálmáns "Gräfin Mariza" mitreißend interpretierte, dann öffneten sich Herzen und musikalische Grenzen.

 

Volksoper-Chefdramaturg Christoph Wagner-Trenkwitz – unter anderem mit Ischl-Intendant Thomas Enzinger, Bühne-Baden-Chef Michael Lakner, Landestheater-Intendant Hermann Schneider und Agentur-Chefin Ariane Hollaender-Calix in der Jury – wollte die Talente nicht ziehen lassen, ohne deren enormes Niveau wie die Vielfalt des Abends zu loben.

 

Gefahrlos ist auch der zweitplatzierten Viktoria Liashkevich (2000 Euro) eine große Zukunft zu prophezeien. Die Weißrussin, die Lehárs "Vilja-Lied" hinreißend darbot, wird sich bei der Bad Haller Hanna mit Lubinger abwechseln. Darüber hinaus ergatterte die Sopranistin einen Stückvertrag beim Linzer Landestheater. Tina Josephine Jaeger aus der Schweiz wurde Dritte (1000 Euro) und mit einem Engagement in Bad Ischl belohnt. Mit diesem Nachwuchs ist die Zukunft der Operette in besten Händen.

 

Rektor Martin Rummel, Othmar Nagl (OÖ Versicherung), Viktoria Liashkevich, Robert Holzer, Thomas Kerbl (v.l.)


Operetten Festspiele Bad Hall 2022

Operette in drei Akten Libretto von Viktor Léon und Leo Stein.

Einmal mehr präsentiert sich die Stadt Bad Hall, mit ihrem 2018 neu renovierten Stadttheater als Zentrum der reichen österreichischen Operettentradition. 

In der Regie von Diethmar Straßer (Volksoper Wien) erwartet unser Publikum beste Unterhaltung, unter Anderem mit Publikumsliebling Franz Suhrada, farbenprächtigen Kostümen und traditionell spektakulären Choreographien.

 

Die Lustige Witwe zählt zu den bekanntesten und erfolgreichsten Operetten von Franz Lehar. Zwischen der Uraufführung im Theater an der Wien am 30.Dezember 1905 und dem Todesjahr von Franz Lehar 1948 wurden weltweit über 300.000 Aufführungen und mehrfache Verfilmungen gezählt.

 



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Das Stadttheater Bad Hall wird dankenswerter Weise unterstützt von der Stadtgemeinde Bad Hall